Hämatologie Tumor Zentrum Aargau

Abklärung und Behandlung

Erkrankungen des Blutes, Lymphsystems und Knochenmarks

Erkrankungen, die das Blut, das Lymphsystem oder das Knochenmark betreffen, werden als Bluterkrankungen oder hämatologische Störungen bezeichnet. Sie können die Anzahl oder die Funktion von Blutzellen sowie Bestandteile des Gerinnungs- oder Immunsystems beeinflussen.

Die Hämatologie im Tumor Zentrum Aargau befasst sich mit der Abklärung und Behandlung sowohl gutartiger als auch bösartiger Erkrankungen des blutbildenden Systems.

Breites Spektrum an Erkrankungen

Was erwartet Sie in der Hämatologie?

Die Hämatologie umfasst ein breites Spektrum an Erkrankungen. Dazu zählen gutartige Störungen des Blutes und des blutbildenden Knochenmarks ebenso wie bösartige „flüssige“ Tumoren.

Häufigste bösartige hämatologische Erkrankungen

  • Leukämien

  • Lymphome

  • Myelome

  • Myelodysplastische Syndrome

Gutartige hämatologische Erkrankungen

  • Blutarmut (Anämie)

  • Mangel an Blutplättchen

  • Mangel an weissen Blutkörperchen

  • Erhöhte Anzahl roter oder weisser Blutkörperchen

  • Erhöhte Anzahl von Blutplättchen

  • Gerinnungsstörungen

  • Thrombosen

  • Eisenspeicherkrankheiten

Hämatologische Diagnostik

Enge Zusammenarbeit zu lokalen Labors und nationalen Referenzzentren

Die hämatologische Diagnostik beruht überwiegend auf mikroskopischen, klinisch chemischen, molekulargenetischen und immunologischen Verfahren. Untersucht werden Blutproben sowie Gewebsproben aus Knochenmark oder Lymphknoten.

Von A bis Z

Ablauf der Abklärung und Behandlung

  • Sprechstunde und Erstbeurteilung
    Nach der Zuweisung erfolgt eine zeitnahe hämatologische Sprechstunde. Dabei werden alle vorhandenen Befunde gesichtet und – falls notwendig – weitere Untersuchungen eingeleitet.

  • Therapiekonzept
    Unser Ziel ist es, innerhalb weniger Arbeitstage ein individuelles Therapiekonzept zu entwickeln. Dieses wird ausführlich in der Sprechstunde besprochen und bei Bedarf in einer ergänzenden Pflege Sprechstunde vertieft. Therapieplan und Behandlungsziele werden gemeinsam mit den Patienten und ihren Angehörigen diskutiert.

  • Diagnostik
    Die hämatologische Diagnostik beruht auf mikroskopischen, klinisch chemischen, molekulargenetischen und immunologischen Verfahren. Untersucht werden Blutproben sowie – wenn erforderlich – Gewebeproben aus Knochenmark oder Lymphknoten. Die Diagnostik erfolgt im Tumor Zentrum Aargau in enger Zusammenarbeit mit lokalen Labors und nationalen Referenzzentren.

  • Ambulante Behandlung
    Viele gutartige und auch zahlreiche bösartige hämatologische Erkrankungen können ambulant abgeklärt und behandelt werden.

  • Stationäre oder spezialisierte Therapien
    Falls eine stationäre Behandlung notwendig ist, erfolgt diese auf einer spezialisierten onkologischen Abteilung. Für bestimmte komplexe Therapien, zum Beispiel bei akuten Leukämien, Hochdosistherapien oder CAR T Zelltherapien, erfolgt bei Bedarf die Zuweisung an spezialisierte Zentren.

Bei Veränderungen im Blutbild oder Beschwerden

Wann ist eine hämatologische Abklärung angezeigt?

Eine hämatologische Abklärung ist angezeigt, wenn Veränderungen im Blutbild festgestellt werden oder Beschwerden auf eine Erkrankung des blutbildenden Systems hinweisen.

Dies kann der Fall sein bei:

  • Unklarer Blutarmut
  • Auffälligen Blutwerten

  • Vermehrte Blutungen

  • Gehäufte Thrombosen

  • Infektanfälligkeit

  • Lymphknotenschwellungen

  • Unklaren Allgemeinsymptomen

Auch bei Verdacht auf bösartige Erkrankungen wie Leukämien, Lymphome oder Myelome erfolgt die weitere Abklärung und Therapieplanung im Rahmen der Hämatologie.